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Teil I des SADIQUI- Gestütes – wie alles begann (geschrieben von Lynn)
Im April 1985 zogen Rolf und ich mit dem kompletten Haushalt von Belgien nach Deutschland. Zu dieser Zeit war ich mit Gemma schwanger. Im Juli 1985 zogen wir nach Köln- Porz in die Nähe der neuen Arbeitsstelle von Rolf. Am 30. August 1985 wurde Gemma geboren.
Wir merkten schnell, dass die Stadt nichts für uns ist und so zogen wir dann im Mai 1986 nach Weilerswist. In der Nähe wohnten unsere alten Familien Freunde, Herr und Frau von Groote. Diese hatten in Mülheim – Wichterich einen großen Hof – Haus Pesch. Herr von Groote hatte uns bereits vorher angeboten, Pferde auf seinem Hof zu halten. Herr von Groote hatte früher selber Trakehner gezüchtet. Jetzt hatte er die Zucht eingestellt und es fehlten ihm die Pferde auf dem Hof.
Mein letztes Pferd, FOX, hatte ich im Februar 1986 verkauft, da ich durch Gemma jetzt nicht mehr die Zeit hatte, mein Pferd weiterzubilden und es auf Veranstaltungen zu präsentieren.
Ich hatte aber in meinem Leben immer „4 Hufe“ um mich herum und so informierte ich Rolf davon, dass jedes englische Kind im Alter von 1 Jahr ein eigenes Pony hat. Er glaubte mir und so nahm ich Kontakt mit meiner Freundin Kathleen James auf und bat sie, mir ein Pony für Gemma zu besorgen.
Im September 1986 schicke mir Kathleen dann die Sek. –A- Stute „Highland Little Jem“. Mit diesem Zeitpunkt startete das SADIQUI- Gestüt auf Haus Pesch. Gemma war zu diesem Zeitpunkt 13 Monate alt und sie liebte „Tara“ (Highland Little Jem) vom ersten Augenblick an. Den Namen „Tara“ bekam die Stute, weil Gemma zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehr viele Wörter sprechen konnte. Wenn sie „Tara“ sah sagte sie immer nur: „Ta ta ta“. So kamen wir dazu, „Little Jem“ den Spitznamen „Tara“ zu geben. Es folgten lange Spaziergänge mit Kind, Pony, Kinderwagen und Hunden. „Tara“ hatte keinen sehr guten Draht zu Erwachsenen, und als Gemma laufen konnte war sie lange Zeit die einzige Person, die „Tara“ von der Weide holen konnte. Dabei spielte es nicht so sehr eine Rolle, ob das Halfter nun richtig angebracht war. Wenn es halb über dem Ohr befestigt war, reichte das „Tara“ und sie folgte Gemma wie ein Hund.
Rolf meine dann, dass wir später – wenn Gemma einmal größer ist - auch mal ein großes Pferd haben würden. Aber mit der Zeit war er so von den Welsh- Ponys angetan, dass ihm dieser Gedanke schnell abhanden kam. Meine oberste Priorität aber blieb Gemma und ihr Pony.
Als Gemma größer wurde, musste sie dann auch größere Ponys haben. Im Laufe der folgenden Jahre waren wir erfolgreich in allen 5 Sektionen. Meine erste Liebe blieb aber immer bei den Ponys der Sektion A.
Unser Ziel war immer Typ, Qualität, Temperament und guter Gang. Das zahlte sich im Laufe der Jahre im Schauring aus. Wir hatten Champions in Deutschland und im Ausland sowohl in der Hand als auch unter Sattel. Darüber hinaus spezialisierten wir uns auf Kinderreitponys – schwerpunktmäßig auf „Lead Reins“ und „First Ridden“. Gemma war in dieser Kategorie sehr erfolgreich. Im Laufe der Jahre bildete ich mit Hilfe von Gemma eine Menge Kinderreitponys für diesen Zweck aus.
Am 16. Dezember 2000 starb dann Rolf für uns alle plötzlich und unerwartet. Nach seinem Tod war ich nicht mehr in der Lage, das Gestüt weiterzuführen.
Obwohl ich alle meine Ponys sehr geliebt habe, reicht der Platz hier nicht aus, um sie alle zu nennen und ihre Platzierungen aufzuzählen. Einer kleinen Auswahl meiner Favoriten möchte ich aber auf dieser Seite meine Ehre erweisen. Fotos und eine kurze Beschreibung der Ponys findet Ihr in den nachfolgenden Seiten.
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